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Kostensteigerung
- Energiepreise steigen weiter - Jahre teurer Energien
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Energiepreise steigen weiter - Jahre teurer Energien
Hausbesitzer und Mieter die mit Öl heizen, müssen
mit weiteren drastischen Preissteigerungen rechnen.
Gegenüber dem Vorjahr zahlten sie rund 27 Prozent mehr für Heizöl.
Langfristig ist nach Angaben von Branchenexperten mit massiv steigenden Kosten
für Öl und Gas zurechnen.
03.05.05
Ölpreis
Der Preis für Öl der Nordseesorte Brent kostete am 17.03.2005 =
56 Dollar und stieg am 04.04.05 auf 57,58 Dollar pro Barrel (159 Liter) an.
Seit Jahresbeginn hat sich der Ölpreis um mehr als 40 Prozent verteuert.
US-Leichtöl kostete 58,18 Dollar.
Mittlerweile ist der Ölpreis etwas
gefallen, doch nach Schätzungen
von Analysten wird der Ölpreis bis zum Jahr 2010 kaum merklich unter 50
Dollar sinken. Wegen steigender Nachfrage und knappen
Angebots sowie Börsenspekulationen
rechnen Experten dass der Ölpreis neue Rekordstände erreichen wird.
Am 20. und 27.06.05 kostete ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl rund
60 US-Dollar (49,14 Euro). Der Preis für die führende Nordseesorte
Brent stieg am 27.06.05 auf 59,04 $ je Barrel. Der Ölpreis
hat sich in den letzten zwei Wochen um 12 Prozent verteuert.
Quelle: FTD-
27.06.05, MAZ 21.06.05
In Erwartung des Winters könnten die Ölpreise nochmals stark steigen. Nach
Schätzungen werden Ende 2005 weltweit vier Millionen Barrel Öl
mehr verbraucht als Anfang 2005.
Die Europäische Union rechnet auf Jahressicht
mit dauerhaft teurem Öl.
Quelle: DIE WELT 18.03.05, Frankfurter Rundschau
05.04.05
Benzinpreis
Benzin und Diesel sind fast so teuer wie im Herbst 2004.
Super kostete am
04.04.05 im Durchschnitt rund 1,21 Euro. Diesel kostete 1,07 Euro je Liter.
Die Benzinpreise sind wieder angestiegen und der Liter Superbenzin kostete
erstmals 1,25 Euro! Der hohe Ölpreis und der
seit Mitte März um mehr
als 10 Prozent gestiegene Dollar haben die Benzinkosten verteuert.
Laut
ADAC wird trotz der aktuellen hohen Benzinpreise nicht weniger gefahren. Verbraucher
sparen eher an Autokäufe und Kfz-Wartung.
Quelle: Welt am Sonntag – 26.06.05,
MAZ 21.06.05
Gaspreis
Privathaushalte werden mit weiter steigenden Gaspreisen 2005/2006 konfrontiert.
Deutschlands größter Gasimporteur Eon Ruhrgas kündigt weitere
Preisanhebungen für Gaslieferungen an Stadtwerke und regionale Ferngasgesellschaften
an. Preiserhöhungen sind für Juli und Oktober 2005 geplant. Bereits
im April wurden die Gasimportpreise stark erhöht.
Der Gaspreis richtet
sich traditionell in Deutschland an den Ölpreis.
Der Gaspreis folgt dem Ölpreis mit einem zeitlichen Abstand von einem
halben Jahr.
Bei Ruhrgas ( Eon ) stieg der Absatz im ersten Quartal um rund
sieben Prozent auf 226 Milliarden KWh. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und
Steuern stieg um 17 Prozent auf 486 Mio. Euro.
Viele Verbraucher im Land Brandenburg
müssen erneut mit einer Verteuerung
ihrer Energiekosten rechnen.
Der größte ostdeutsche Gasversorger
Verbundnetz AG (VNG/Leipzig) hat im Jahr 2004 weniger verdient als im Rekordjahr
2003. Der Jahresüberschuss
ging um eine Million Euro auf 123 Millionen Euro zurück. Die VNG wies
die Verantwortung für die hohen Gaspreise zurück. Nach Angaben von
VNG würden die Preise auf den Weltmärkten gemacht, eine Entspannung
sei nicht in Sicht.
Die Erdgas Mark Brandenburg (EMB) plant in der zweiten
Jahreshälfte
2005 eine weitere Preiserhöhung.
Zum 01.Oktober 2005 steigt der Arbeitspreis in den Klassik-Produkten um netto 0,55 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem durschnittlichen Jahresverbrauch von 25 000 Kilowattstunden müssen Verbraucher monatlich 13,30 Euro mehr für Erdgas bezahlen.
Quelle: EMB DIREKT 3/2005
Die EMB hatte die Tarife am 1. Oktober
2004 um durchschnittlich 5,5 Prozent und am 1.Januar 2005 um weitere 7,7 Prozent
angehoben. Das Unternehmen begründet die Tariferhöhungen mit dem
Anstieg des Ölpreises. Die EMB hatte im Jahr 2004 den Gasabsatz um 0,7
Prozent auf 8,2 Millionen KWh gesteigert. Das Unternehmen erwirtschaftete einen
Gewinn von 19,7 Millionen Euro – 23,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Der Gasversorger EMB hatte im Jahr 2004, 918 Haushalte in 13 Ortsteilen ans
Gasnetz angeschlossen.
Die Stadtwerke Ludwigsfelde und Luckenwalde (Teltow
Fläming) planen
eine Preiserhöhung zum 1.Oktober 2005. Die Stadtwerke in Luckenwalde hatte
bereits zum Jahresbeginn ihre Tarife um sechs bis acht Prozent angehoben.
Der
größte brandenburgische Stromversorger Edis AG plant eine
Erhöhung der Gaspreise zur nächsten Heizperiode im Herbst 2005 (Der
Preis für eine Kilowattstunde steigt zum 1.August 2005 um 0,5 Cent. Ein
durchschnittlicher Haushalt muss mit Mehrkosten von etwa 8 Euro rechnen). Edis
versorgt 30 000 Kunden in Mecklenburg-Vorpommern und brandenburgischen Landkreisen
Uckermark und Ostprignitz-Ruppin mit Gas.
Das Unternehmen Edis ( ab Sommer
2005 Eon Edis AG ) hat sein Leitungsnetz um rund 700 Kilometer erweitert. Edis
plant in den nächsten drei Jahren
etwa 70-80 Kilometer neue Leitungen zu verlegen.
Quelle: FTD.de 18.05.05, MAZ
10./20./31.05.2005
Die Rathenower Wärmeversorgung GmbH (Havelland) plant zum 1. Juli 2005
die Preise für Fernwärme zu erhöhen. Die Entscheidung für
eine Preiserhöhung ist bereits vom Aufsichtsrat ( kommunale Aufsichtsratsmitglieder
) gebilligt worden.
Der Berliner Gasversorger Gasag will im August die
Gaspreise anheben. Die Gasag hatte erst im Dezember 2004 die Preise um sechs
bis acht Prozent erhöht. Das Berliner Unternehmen will mit dem Tochterunternehmen EMB in Brandenburg
im Zuge der künftigen Trennung von Netzbetrieb und Handelsbereich die
Leitungsnetze verschmelzen und als gemeinsames Unternehmen verwalten.
Die Erdgas
Südsachsen erhöht ihre Gaspreise zum 01.Juli 2005 um
0,56 Cent je Kilowattstunde. Von der Anhebung sind rund 155 000 Kunden im Regierungsbezirk
Chemnitz betroffen. Die Stadtwerke Dresden wird zum 01.Juli 2005 die Preise
um 0,6 Cent/KWh erhöhen.
Die Preiserhöhung führt bei Wohnungen
mit Erdgas-Etagenheizung und einem Jahresverbrauch von 12 800 Kilowattstunden
zu einer monatlichen Mehrbelastung von 7,42 Euro. Bei einem Einfamilienhaus
mit 20 000 Kilowattstunden Jahresverbrauch sind monatlich 11,60 Euro mehr zu
zahlen.
Grund für die Preiserhöhungen sind nach Angaben des Unternehmens
die stark gestiegenen und absehbar langfristig hohen Ölpreise. Das Unternehmen
ist nach eigenen Angaben bemüht, die Preise bis zum zweiten Quartal 2006
stabil zu halten.
Die Bundesregierung hat ein neues Energiewirtschaftsgesetz
(EnWG) verabschiedet, das für mehr Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt
sorgen soll. Unter anderem soll die Regulierungsbehörde für Telekommunikation
und Post künftig als "Bundesnetzagentur" die Strom- und Gasnetze
regulieren und den Netzbetreibern Höchstpreise vorschreiben. Das Gesetz
soll am 01.Juli 2005 in Kraft treten.
Die Verbraucher Initiative e.V. und der
Naturschutzbund e.V. kritisieren das neue Energiewirtschaftsgesetz. Die Einschränkung
der Stromkennzeichnungspflicht sowie die Einschränkung wichtiger Verbraucherrechte
gehe zu Lasten der Verbraucher.
Quelle: moz.de- 28.03.05, verivox.de- 20.-
22.06.05
Bundesweiter Gaspreisvergleich von ARD-[plusminus und markt.
http://www.wdr.de/tv/markt/service/berichte/gaspreise.phtml
http://www.gaspreistabelle.de/gas/gas.html
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