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Gaspreise steigen bundesweit!
Der Energiedienstleister EWE AG mit Hauptsitz
Oldenburg, plant zum 01.September 2004 weitere Preiserhöhungen
um 13,2 Prozent für rund 730.000 Kunden in den Regionen Ems-Weser-Elbe,
Brandenburg, Nordvorpommern und Rügen. Der Gaspreis soll laut EWE
AG inklusive Steuern um 0,46 auf 3,94 Cent erhöht werden. Die Gaspreisanhebung
belastet nach EWE-Angaben einen Durchschnitthaushalt ( 30.000 KWh Verbrauch/Jahr
) mit Mehrausgaben von 139 Euro im Jahr. Durch die Übernahme des
Leipziger Ferngas-Konzerns VNG ist die Oldenburger EWE der zweitgrößte
deutsche Gaskonzern nach Eon-Ruhrgas.
Quelle: ewe.de –Pressemitteilung 25.08.04, MOZ –25.08.04,
Die Welt –31.08.04
Die Ruhrgas AG ( Tochterunternehmen der E.ON
Energie AG ) plant zum 01.Oktober 2004 eine weitere Erhöhung ihrer
Gaspreise um 7 – 8 Prozent!
Die Essener Ruhrgas AG hat 2003 den höchsten Absatzrekord von 640
Milliarden Kilowattstunden erzielt mit einem Rekordgewinn von mehr als
einer Milliarde Euro.
Quelle: ruhrgas.de, plusminus-brennpunkt 20.07.04
Die Energiegruppe Thüga AG ( E.ON Konzern
) mit Hauptsitz in München plant weitere Preiserhöhungen!
Das Unternehmen ist mit über 120 bundesweiten Energieversorgern
( 3,2 Millionen Kunden ) die größte kommunal-orientierte
Energiegruppe Deutschlands und erwirtschaftete 2003 das beste operative
Ergebnis der Firmengeschichte.
Die Mehrheit an den Unternehmen halten in der
Regel Städte und Gemeinden.
Quelle: Focus Money 27.08.04, thuega.de- Pressemitteilung
Die Gasag Berlin plant Ende 2004 die Gaspreise
zu erhöhen!
Der Bundesverband der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft hatte bereits
Anfang August 2004 angekündigt, das Preisniveau werde voraussichtlich
im Herbst oder Winter steigen.
Derzeit kostet eine Kilowattstunde Gas in Berlin 3,5 Cent. Die Gasag
beliefert als alleiniger Gasversorger in der Hauptstadt mehr als 600
000 Haushalte und hat einen Marktanteil von 43 Prozent auf dem Berliner
Markt.
Quelle: MOZ-30.08.04
Die Unternehmen begründen die Preiserhöhungen mit dem stark
gestiegenen Heizölpreis.
Doch die Rohölpreise an den internationalen Rohstoffbörsen
sind wieder gesunken und sollen
nach Informationen der Internationalen Energieagentur (IEA) weiter sinken.
Seit Beginn der Erdgasförderung in den 60iger Jahren wird in Deutschland
der Erdgaspreis an den Preis für leichtes Heizöl gekoppelt.
Die Energieunternehmen passen in der Regel ihre Gaspreise mit einer
Verzögerung von vier bis sechs Monate an- meist nach oben. Mineralöl
ist mit einem Anteil von 36,7 Prozent die wichtigste Primärenergie
in Deutschland, gefolgt von Erdgas mit einem Anteil von 22,2 Prozent.
Rund 80 Prozent des Erdgases in Deutschland, wird aus dem Ausland importiert.
Verbraucherschützer kritisieren die geplanten Preiserhöhungen.
Nach Aussagen des BEV ( Bundesverband der Energieverbraucher
) sind die Gaspreise weit überhöht. Das Bundeskartellamt prüft derzeit warum die Preissteigerungen
für den Verbraucher deutlich höher liegen sollen als der Anstieg
der Gasimportpreise.
Quelle: MOZ 30.08.04, DieWelt 31.08.04, Plusminis-Brennpunkt
20.07.04
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