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Kostensteigerung
- Mehr Ausgaben, weniger Einnahmen - Die Folgen für private Haushalte
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Mehr Ausgaben, weniger Einnahmen - Die Folgen für private Haushalte.
Bund, Länder und Kommunen geben seit
Jahren viel mehr Geld aus als sie einnehmen.
Die Folgen sind gravierend und gehen zu
Lasten privater Haushalte und Unternehmen. Die pro Kopf Verschuldung
nimmt stetig zu und die Bürger müssen mit weiter steigenden
Gebühren
( Erhöhung
der Kommunalabgaben ) rechnen.
Viele Landkreise erhöhen die Kreisumlage
( nicht gedeckter Bedarf an Gemeinden umgelegt ) um Haushaltsdefizite
auszugleichen und die Ausgaben für 2005/2006 finanzieren zu können.
Die Länder
reduzieren ihre finanziellen Mittel für Landkreise, Städte
und Gemeinde erheben höhere Gebühren für eine verfehlte
Haushaltspolitik.
Hohe Personalausgaben, Mehrkosten für soziale
Leistungen, weniger Einnahmen und eine falsche Förder- und Investitionspolitik
erhöhen
die Haushaltsdefizite von Bund, Länder und Kommunen.
Der Deutsche
Städtetag hat den Ländern vorgeworfen, im
Zuge der Hartz IV Reform ihre Haushalte auf Kosten der Kommunen zu
entlasten. Die Länder würden einen Teil der Einsparungen
durch die Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe nach
Zusage an die an die Städte und Gemeinden weitergeben, sondern
damit eigene Haushaltslöcher stopfen.
Quelle: Frankfurter Rundschau
17.02.05
Nach einem aktuellen Monatsbericht des Finanzministeriums
wird die Arbeitsmarktreform Hartz IV zu einer immer größeren
Kostenlawine für den
Bund. Das neue Arbeitslosengeld II verschlang bis Ende 04/2005 8,04 Milliarden
Euro und damit bereits mehr als die Hälfte der für das Jahr
2005 veranschlagten 14,6 Milliarden Euro.
Quelle:, Märkische Allgemeine
18./24.05.06
Ausgaben und Einnahmen sowie Schuldenstand der Gemeinden ( ohne Stadtstaaten
) im Jahr 2004 in Milliarden Euro und Veränderung zum Vorjahr:
| Ausgaben |
Veränderung zum Vorjahr |
Einnahmen |
Veränderung zum Vorjahr |
Personalausgaben
Soziale Leistungen
Sachaufwand
Sachinvestitionen
Bauausgaben
| 40,5
31,9
29,1
19,7
15,4 |
0,0%
+4,6%
0,0%
- 8,0%
- 8,6% |
Steuereinnahmen
Gewerbesteuereinnahmen
Einkommensteueranteil
Kommunaler Finanzausgleich
Investive Länderzuweisungen |
51,2
20,6
18,6
22,1
7,7 |
|
+ 9,4%
+35,7%
- 6,3%
+ 3,0%
+ 0,2% |
| Ausgaben gesamt |
149,2 |
- 0,5% |
Einnahmen gesamt |
145,3 |
Schuldenstand* 84,4 |
+ 0,3% |
|
| Quelle: Statistisches Bundesamt * Stand: Ende 2004, Die Welt |
Die größten Subventionen in Deutschland im Jahr 2004 in
Millionen Euro:
| Eigenheimzulage |
7 574 |
Umsatzsteuerbefreiung ärztlicher
Leistungen |
5 100 |
Umsatzsteuerbefreiung
Sozialer
Einrichtungen |
4 600 |
Kinderzulage
(Förderung
Wohneigentum) |
3 757 |
Abzug Kirchensteuer
als Sonderausgabe |
3 750 |
| Steuerbegünstigung
Strom |
3 300 |
Steuerbefreiung von
Schichtzuschlägen |
1 985 |
| Steuerbegünstigung Mineralöl |
1 457 |
Umsatzsteuerermäßigung
Kultur und Unterhaltung |
1 350 |
Steuerbegünstigung
von
Spenden |
1 095 |
|
| Quelle: Frankfurter Rundschau 17.02.05 |
Die Schuldenfalle.
Die Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg machten 2004 weit über
eine Milliarde Euro Schulden. Das Land Thüringen macht es mit
je eine Milliarde für 2004 und 2005 nach. Insgesamt hat das Bundesland
Thüringen ein Schuldenberg von 15 Milliarden Euro. Für die
hohe Verschuldung Brandenburgs von rund 17 Milliarden Euro mussten
bereits mehr als sieben Milliarden Euro an Zinsen aufgebracht werden.
Jeder fünfte eingenommene Euro geht als Zinszahlung an die Bank!
Obwohl
die Bevölkerung schrumpft (demographische Entwicklung),
Zuschüsse und Einnahmen zurückgehen, werden Milliarden an
Schulden aufgenommen.
Sachsen-Anhalts Schuldenberg wächst um rund
2,5 Millionen Euro täglich!
Von 1990 bis 2002 wurden aufgenommene
Kredite nicht nur investiert, sondern zum Teil für Personal- oder
Sozialausgaben verwendet. Sachsen-Anhalt kann nur 42 Prozent seines
Haushaltes aus eigenen Steuereinnahmen decken. Der Rest des zehn Milliarden
Euro Etats für 2005 kommt
aus Zuweisungen des Bundes und Umverteilungen zwischen den Bundesländern.
Die Pro-Kopf Verschuldung in Sachsen-Anhalt beträgt derzeit mehr
als 7 000 Euro.
Bremens Bürgerschaft hat einer Neuverschuldung
in Höhe
von 418 Euro Millionen zugestimmt. Der Nachtragshaushalt 2005 sieht
eine Neuverschuldung von 418 Millionen Euro vor und erhöht sich
auf insgesamt 957 Millionen Euro Neuverschuldung im laufenden Jahr
2005.
Ein Viertel des 3,8 Milliarden Etats Bremens wird über Schulden
finanziert.
Wie es mit den Finanzen der Länder
weitergeht ?
Das Land Brandenburg
plant für 2005 neue Kredite in Höhe
von 976 Millionen Euro und 2006 in Höhe von 832 Millionen Euro
aufzunehmen. Insgesamt sind Ausgaben für 2005 in Höhe von
9,97 Milliarden Euro geplant. Für 2006 sind 10,05 Milliarden Euro
vorgesehen.
Die Kommunen hingegen müssen mit weiteren Kürzungen
der Zuweisungen für 2006 mit rund 50 Millionen Euro rechnen.
Nach
einer Steuerschätzung werden für 2005/2006 mit Steuerausfällen
von insgesamt rund 250 Millionen Euro gerechnet und die Prognosen für
das Wirtschaftswachstum lassen für die kommenden Jahre keine durchgreifende
Verbesserung der Einnahmesituation erwarten. Zusätzliche Etatlöcher
im Haushalt werden mit weiteren neuen Schulden gestopft. Pläne
für einen Abbau der Nettoneuverschuldung um jährlich 175
Millionen Euro ab 2006 ist aufgrund „finanzieller Engpässe“ erst
einmal ausgesetzt worden. Trotz des geplanten Abbau der Neuverschuldung
wächst der Gesamtschuldenberg des Landes Brandenburgs bis zum
Ende des Jahrzehnts auf rund 20 Milliarden Euro.
Quelle: Mitteldeutsche
Zeitung, Frankfurter Rundschau 15.02.05, Märkische
Allgemeine 03.03.05,18./19.05.05,
Die Landesregierung Brandenburgs plant für rund 30.000 Beamten
weniger Weihnachtsgeld zu zahlen. Die Sonderzahlung von derzeit 1090
Euro soll auf 940 Euro (für Anwärter von 327 Euro auf 282
Euro und Pensionäre von 545 auf 470 Euro ) gekürzt werden.
Mit den Kürzungen soll bis 2006 rund 10
Millionen Euro im Landeshaushalt gespart werden.
Einsparungen erhofft sich die Landesregierung auch
auf eine Zusammenlegung der Verwaltung von Fahrzeugdienste.
Zukünftig
soll ein gemeinsamer Fuhrpark für die untergeordneten
Behörden betrieben werden. Damit werden 116 Dienstfahrzeuge und
57 Kraftfahrer zentral für die zehn Ministerien und deren nachgeordnete
Behörden verwaltet werden. Bisher verwaltete die Landesregierung
in Potsdam sechs verschiedene Fahrzeugdienste.
Quelle: MAZ 06.09.05
Nach einem Gutachten wird der Schuldenstand
Deutschlands im Jahr 2020 auf 110 Prozent des Bruttoinlandsproduktes
steigen. In Preisen von heute wären das 2500 Milliarden Euro.
Quelle: dpa,MAZ- 29.08.05
Die Auswirkungen
Immer mehr Kommunen fehlt das Geld. Hinzu kommt das
viele Städte
und Gemeinden mit Krediten leichtfertig umgehen. Anstatt für Schulen
und soziale Einrichtungen werden Kreditmittel u.a. für Gehälter
von Bedienstete genutzt.
Die Konsequenz ist das alle Schichten der
Bevölkerung
mit steigenden Abgaben, weniger sozialen Leistungen und sinkenden Zuschüssen
rechnen müssen.
Die Kosten für Kindereinrichtungen, Hort,
Schule, Ausbildung werden immer mehr den Eltern auferlegt. Kinder sind
immer mehr abhängig
von der Finanzkraft ihrer Eltern. Soziale Projekte werden auf Eis gelegt
oder nicht weiter finanziert. Zuschüsse für Beförderung
und Betreuung von Kinder und Bedürftige werden gekürzt. An
den Schwächsten der Gesellschaft wird gespart!
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