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Strompreise steigen in Berlin und Hamburg

Der Energiekonzern Vattenfall Europe erhöht die Strompreise ab 1.Juli 2007 für Privat- und Gewerbekunden.
Verbraucher in Berlin müssen im Durchschnitt 6,5 Prozent mehr für Strom bezahlen.
Der Grundpreis wird leicht angehoben und der Verbrauchspreis steigt im Standardtarif von 18,30 auf 19,05 Cent pro Kilowattstunde. Für Haushalte mit einem jährlichen Verbrauch von 2 300 Kilowattstunden erhöht sich die Jahresrechnung um knapp 30 Euro auf 508,95 Euro. Rund 90 Prozent aller Haushalte in Berlin sind von der Preiserhöhung betroffen.
In Hamburg müssen Verbraucher vom 1.Juli an durchschnittlich 7,2 Prozent mehr für Strom zahlen. Gleichzeitig wurden alle Tarife mit neuen Namen geändert. Die Verbraucherzentralen raten zum Strompreisvergleich und Anbieterwechsel.

Grund für die Preiserhöhungen sind nach Angaben von Vattenfall gestiegene Beschaffungskosten und höhere Ausgaben für die gesetzliche Förderung erneuerbarer Energien. Die Preise an der Leipziger Strombörse EEX sind nach Angaben von Vattenfall gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 34 Prozent gestiegen. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hatte im Jahr 2006 seine Gewinne durch hohe Strompreise in Deutschland erneut deutlich steigern können. Der Gewinn stieg aus dem laufenden Geschäft um 8,5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Bei der deutschen Tochter Vattenfall Europe (Berlin) erzielte das schwedische Staatsunternehmen einen 25,7 Prozent hohen Ertragszuwachs und 1,4 Milliarden Betriebsgewinn. Mit einer um 0,4 Prozent gestiegenen Produktion von 76,2 Terawattsunden war Vattenfall 2006 drittgrößter Stromerzeuger in Deutschland nach EON und RWE.
Der Konzern hatte seine Preise 2006 auf Druck der Bundesnetzagentur gesenkt. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Berlin ist die Preissenkung im Jahr 2006 mit der aktuellen Preiserhöhung hinfällig. Die Preise liegen damit wieder auf dem Niveau vom Mai 2006.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) kritisiert die aktuelle Preiserhöhung als ungerechtfertigtes Abkassieren. Die Begründung der Beschaffungspreis an der Strombörse habe sich erhöht, ist fiktiv. Die Preise an der Strombörse liegen lt. VZBV über den wahren Herstellungskosten.
Die Verbraucherzentrale Berlin befürchtet durch Einführung neuer Produkte bzw. Produktnamen (wie bei GASAG), dass die Vergleichbarkeit nicht erleichtert, sondern Preisvergleiche im Gegenteil erschwert werden.
Quelle: Berliner Zeitung Ausgabe v. 05.05.07, MAZ Ausgabe- 09.02./04.05.07 , vattenfall.de Pressemitteilung v. 02.05.07, Verbraucherzentrale-berlin.de - Mitteilung v. 02.05.07, vzhh.de- 03.05.07

Weiterführende Informationen bieten die Verbraucherzentralen Berlin und Hamburg.

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