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Strompreiserhöhungen ab 2007 geplant.
Gasversorger erhöhen Tarife.

Verbraucher in Deutschland werden mit weiter steigenden Strom- und Gaspreisen konfrontiert.
Energiekonzerne in Deutschland planen ab 2007 die Strompreise weiter anzuheben. Nach Angaben der Energieunternehmen wird die Mehrwertsteuererhöhung von 3 % sowie höhere Kosten für Strombeschaffung an die Kunden weitergereicht.
Der Energiekonzern RWE (ca. 12 Millionen Kunden in Deutschland) plant zum Jahreswechsel eine Erhöhung der Strompreise um elf Prozent- inklusive der erhöhten Mehrwertsteuer. Laut einer Umfrage des „Focus“ haben bereits 519 der bundesweit 876 Stromversorger bei den zuständigen Landesbehörden eine Erhöhung der Tarife angemeldet. Im Land Brandenburg hätten 23 der 26 im Land tätigen Versorger bereits einen Antrag gestellt. In Baden-Württemberg müssen die insgesamt 126 Versorger ihre Strompreise bei den Behörden nicht genehmigen lassen. Sie informieren ihre Kunden sehr kurzfristig über geplante Preiserhöhungen.
Nach Angaben von Vattenfall Europe AG wird die erhöhte Mehrwertsteuer an Verbraucher weitergegeben an ca. drei Millionen Kunden in Berlin und Hamburg. Die Umsatzerlöse der deutschen Vattenfall-Gesellschaften stiegen um 8,9 % auf 56,3 Mrd. SEK. (6,1 Mrd. EUR).
Durch den Beschluss der Bundesnetzagentur die Netzpreise (die Netzgebühren machen etwa ein Drittel des Strompreises aus) zu senken, ist lt. Presserklärung vom 27.07.06 die Vattenfall Europe Transmission GmbH gezwungen, von Juli bis Dezember 2006 ihre Tarife um 17,9 Prozent zu senken. Diese Tarifkürzung wird das Betriebergebnis bis zum Jahresende mit rund 50 Mio. EUR belasten.
Quelle: vattenfall.de –Pressemitteilung v. 27.07.06, MAZ – Ausgabe 27.07.06/22.08.06, Focus-online –26.07.06/20.08.06

Höherer Steuersatz für Nachtspeicheröfen - Mieter und Eigentümer müssen mit weiter steigenden Heizkosten rechnen.
Hauseigentümer und Mieter, die mit alten Nachtspeicheröfen heizen, müssen zum 01.01.2007 den vollen Steuersatz zahlen. Die Ermäßigung auf die Stromsteuer entfällt für die vor dem 1. April 1999 eingebauten Nachtspeicheröfen. Für neuere Modelle gilt der höhere Steuersatz. Bislang galt für ältere Nachtspeicheröfen ein verminderter Steuersatz. Bis 2003 mussten 50 Prozent der Stromsteuer gezahlt werden, danach 60 Prozent. Ab 2007 entfällt die Sonderregelung. Statt der bisherigen 1,23 Cent pro Kilowattstunde werden dann 2,04 Cent berechnet. Nachtspeicherstrom hat sich laut dem Bund der Energieverbraucher in den vergangenen Jahren stark verteuert. Eine Kilowattstunde kostet derzeit im Bundesdurchschnitt rund 10 Cent. In den neunziger Jahren lag der Preis bei 3,9 Cent. Nachtstrom wird sich nach Angaben der Verbraucherzentralen weiter verteuern.
Quelle: MAZ-RATGEBER 23.-24.9.06

Gasversorger in Deutschland planen ab Oktober 2006 die Gaspreise weiter anzuheben.
Die Tochterunternehmen des E.ON Konzerns E.ON Avacon, E.ON Mitte, EON Westfalen Weser, E.ON Bayern und E.ON edis planen Preiserhöhungen zwischen 0,39 und 0,63 Cent pro Kilowattstunde (KWh). Damit wird Gas für die insgesamt 500.000 Kunden bis zu 10 Prozent teurer!
E.ON Avacon ( Gaskunden in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt) erhöht den Gaspreis um 0,58 Cent. E.ON edis (Gaskunden in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern) erhöht den Gaspreis um 0,42 Cent. Grund für die aktuellen Preiserhöhungen sind nach Angaben des Unternehmens steigende Beschaffungskosten. Kunden von E.ON edis, die jährlich 25.000 kWh verbrauchen, müssen künftig monatlich 8,70 Euro mehr zahlen.
Nach Angaben des Unternehmens könnte der Gaspreis deutlich niedriger sein, wäre die Belastung durch staatlichen Auflagen nicht bereits heute bei rund 26 Prozent.
Der Bund der Energieverbraucher kritisiert die Gaspreise als viel zu hoch und rät Preiserhöhungen zu widersprechen.
Quelle: Presseinformation eon-edis.com 17.08.2006, MAZ- 18.08.06

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