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Weiterer Preisanstieg bei Strom und Gas

Verbraucher müssen sich auf weiter steigende Strompreise einstellen.
Die Verteuerung könnte 2008 nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bei durchschnittlich sechs Prozent liegen. Ein Grund für Preiserhöhungen sei nach Angaben des BDEW die durch Verteuerung von Rohstoffe gestiegenen Großhandelspreisen. Auch der Gaspreis werde sich auf hohem Niveau halten oder noch steigen. Etwa die Hälfte der knapp 30 brandenburgischen Stromversorger hatte bei der brandenburgischen Landeskartellbehörde Preiserhöhungen beantragt.
In Ostdeutschland müssen Verbraucher besonders viel für Strom und Gas zahlen.
Verbraucherhaushalte in Leipzig, Gera, Zwickau und Dresden zahlen mehr an Strom und Gas als beispielsweise Verbraucher in München. Dies ergab eine Studie von Verivox.de von Strom- und Gaspreisen der 100 größten Städte in Deutschland.
Die Energiewirtschaft hat im Jahr 2007 8,5 Milliarden Euro investiert und plant weitere Ausgaben. Die Energie- und Wasserwirtschaft plant Investitionen in den Jahren 2008 bis 2010 von mehr als 56 Milliarden Euro in moderne Kraftwerke, Gasspeicher, Strom-, Gas- sowie Wasser- und Abwassernetze. Der Energiekonzern E.ON hat im ersten Halbjahr 2008- 41,2 Milliarden Euro Umsatz gemacht und der Gewinn stieg vor Zinsen und Steuern um sechs Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. E.ON plant bis 2010 den Bau von 20 neuen Kraftwerken in Europa , fünf dieser Kraftwerke sollen in Deutschland entstehen. Der Stromversorger RWE plant den Bau des größten Hochsee-Windpark in der Nordsee. Der Park soll nach Angaben von RWE eine Kapazität von 960 Megawatt haben und mindestens 780 000 Haushalte mit Strom versorgen. Die Investition soll 2,8 Milliarden EUR betragen. Die Windparkanlage soll 40 Kilometer nördlich der Nordseeinsel Juist auf einer Fläche von rund 150 km2 entstehen. RWE Dea will nach eigenen Angaben die Produktion von Öl und Gas bis zum Jahr 2013 verdoppeln.
Quelle: bdew.de/vea.de- Pressemitteilungen, verivox.de, Berliner Zeitung 22.04.08, MAZ- 31.03.08/16./17.08.08/14./20.12.08, eon.com Pressemitteilungen, rwe.com - Pressemitteilungen.

Zusammensetzung des Strompreises

Beispiel: Drei-Personen-Haushalt, 3500 kWh Stromverbrauch/Jahr (Stand: 04/2008)

Steuern, Abgaben 40%

Stromerzeugung, Vertrieb 32%

Übertragung, Verteilung 28%
9,98 € Mehrwertsteuer
5,97 € Ökosteuer
5,22 € Konzessionsabgabe
3,15 € EEG*
0,58 € KWKG
Quelle: MAZ- 26.08./15.12.08, bdew.de, vea.de

E.ON Ruhrgas stimmt deutsche Gaskunden auf Preiserhöhungen ein.
Mindestens 182 Gasversorger haben ihre Preise im April und Mai 2008 um 6,7 Prozent angehoben. Die Stadtwerke Reichenbach (Sachsen) setzte ihren günstigsten Tarif um 14,1 Prozent herauf. Der Gasversorger EWE erhöhte die Preise für Haushaltskunden in Brandenburg zum 01.April um 11,5 Prozent. Seit 2008 haben im Land Brandenburg auch die PVU Prignitzer Energie- und Wasserversorgung in Perleberg (Prignitz), die Stadtwerke Herzberg (Elbe-Elster), die Stadtwerke Wittenberge (Prignitz) und der Versorger Erdgas Mark Brandenburg (+ 0,35 Cent/kWh seit 01.01.08) die Preise heraufgesetzt. Das Bundeskartellamt (BKartA) hatte im März 2008 ein kartellrechtliches Verfahren wegen überhöhter Erdgaspreise für Haushaltskunden gegen rund 35 Gasversorgungsunternehmen in Deutschland eingeleitet.
Quelle: MAZ 25.03.08, Handelsblatt 28.05.08, emb-gmbh.de- Pressemitteilungen

350 Gasversorger erhöhen Gaspreise um durchschnittlich 11,5 Prozent. Viele Energieversorger erhöhen den Gaspreis im Zeitraum Juni bis Oktober 2008. Die höchste Teuerung lag bei 29 Prozent. Der Gasversorger Erdgas Mark Brandenburg (EMB, Tochtergesellschaft der Gasag) erhöht ein weiteres Mal im Jahr 2008 die Gaspreise (Grundversorgung, Klassik und Komfort + 0,8 Cent/kWh netto).
Quelle: MAZ- 14.08.08

Kunden im EMB-Versorgungsgebiet können den Gasanbieter wechseln. Gaspreise vergleichen

Preissenkungen bei Erdgas 2009.
Der ostdeutsche Energie-Importeur Verbundnetz Gas AG (VNG) senkt zum Jahresbeginn 2009 die Gaspreise um neun Prozent. Dies wird sich auch abgeschwächt in den Verbraucherpreisen niederschlagen. Grund für die Preissenkungen sind günstigere Energierohstoffpreise. VNG ist der größte Gasimporteur Ostdeutschlands. Hauptlieferant des Leipziger Unternehmens ist der russische Energiekonzern Gazprom.
VNG beliefert fast alle Stadtwerke und Regionalversorger in Ostdeutschland mit Erdgas.
Zum 01.01.2009 senkt die EMB Erdgas Mark Brandenburg GmbH (Tochtergesellschaft von Gasag) ihre Preise um 0,4 Cent/kWh netto für alle Verbrauchsstufen der Angebote Grundversorgung, Klassik und Komfort.
Die Stadtwerke Essen AG senkt die Gaspreise um rund 2 Prozent (0,15 Cent pro Kilowattstunde. Eine Kilowattstunde kostet dann 6,44 Cent (Tarif Klaro M).
E.ON Vertrieb (E.ON Hanse Vertrieb Hamburg, E.ON edis Vertrieb Brandenburg) senkt zum 01.02.2009 die Erdgaspreise um 4 Prozent für Privat- und kleinere Gewerbegruppen. Der Erdgaspreis sinkt beispielsweise für das Produkt KlassikGas im E.ON Hanse Vertriebsgebiet Hamburg um 0,34 Cent (brutto) pro Kilowattstunde. Der Tarif E.ON edis SparErdgas (Vertriebsgebiet Brandenburg) sinkt um 0,36 Cent (brutto) pro Kilowattstunde. E.ON edis wird auch 2009 für Haushalte mit niedrigen Einkommen den eingeführten "Sozialrabatt" gewähren. Voraussetzung ist eine Befreiung von Rundfunkgebühren.
Zum 1. Februar 2009 erhöht E.ON die Strompreise für Privat- und kleinere Gewerbekunden um 7 bis 9 Prozent. Strompreise vergleichen
Quelle: EMBdirekt 4/2008, stadtwerke-essen.de - Pressemitteilung, eon-hanse-vertrieb.com,eon-edis-vertrieb.de- Pressemitteilungen, MAZ -20./21.12.08

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